Was ist eine Anekdote?

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Eine Anekdote zum Besten geben – diese Phrase ist allgemein bekannt, aber was bedeutet es? Was sollte man über die Anekdote wissen?

Merkmale einer Anekdote

Es handelt sich dabei um eine Geschichte, die sich dadurch auszeichnet, dass sie sehr kurz ist. Sie beschränkt sich auf das Wesentliche. Dabei wird der Charakter, hauptsächlich von einer Person, aber auch von einer Epoche, geschildert. Die Geschichte wird auf lustige Weise erzählt und wichtig dabei ist, dass es immer eine Pointe gibt, die oft am Ende vorkommt. Nicht selten ist die Person eine Berühmtheit, oft aus der Vergangenheit. Man muss keinen Bezug zu der Person haben und sie auch nicht persönlich kennen. Wenn sie aber erzählt wird, dann hat es den Anschein, als wäre der Erzähler selber dabei gewesen. Eine Anekdote kann immer wieder erzählt werden und somit kommt es vor, dass die Inhalte vom Original abweichen. Man nennt diese Art von Anekdoten Wanderanekdoten.

Allgemeines zur Anekdote

Vom griechischen Wort anekdoton abgeleitet, bedeutet es „nicht herausgegeben“. Denn die meisten werden nicht verschriftlicht und es werden auch keine Namen genannt, wer der Urheber der Anekdote ist. Als literarisches Genre wird es manchmal dann doch gehandelt, denn schließlich gibt es Werke, u. a. von Heinrich von Kleist, die veröffentlicht wurden. Angeblich soll im 6. Jahrhundert die Anekdote entstanden sein, als der Historiker Prokopios von Caesarea ein Werk über Justinian I., einem oströmischen Kaiser, herausgab. Darin standen Klatsch und Tratsch über den Kaiser. Die Werke erhielten den Namen Anekdote, übersetzt „unveröffentlichte Memoiren“ oder „Geheimgeschichte“.

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