Was bedeudet ideelle Werte und materielle Werte?

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Der Mensch neigt dazu, allem einen gewissen Wert zuzuschreiben. Hierbei gibt es ideelle Werte und materielle Werte. Was ist der Unterschied?

Materielle Werte sind schnell erklärt. Jeder Gegenstand und jede Leistung erhält ein Preisschild und der Wert lässt sich mit einem bestimmten Geldbetrag festmachen. Alles hat einen gewissen Warenwert.
Ideelle Werte sind komplizierter – Sie fußen auf der einen Seite auf die nicht greifbare, subjektive Beurteilung von Dingen (Seltenheit, Erinnerungen, regionale Unterschiede, Unikate). Ideelle Werte sind aber auch Begriffe wie Ruhm und Ehre, die Werte und Normen in den Köpfen der Menschen. Hierauf gehen wir weiter unten genauer ein.

Materielle und ideelle Werte im Unterschied bei der Wertermittlung

Der materielle Wert spielt heutzutage eine viel größere Rolle als der ideelle Wert. Dennoch wird der ideelle Wert bei Preisverhandlungen oft mit behandelt. Ein Beispiel ist hier der Verkauf eines gebrauchten Gegenstands. Hier fließen eigene Erinnerungen mit ein, weswegen der Verkäufer den Gegenstand vielleicht etwas teurer verkaufen möchte. Auch der Seltenheitswert oder der Sammlerwert ist wichtig und betrifft eher den ideellen Wert einer Sache.

Kompliziert wird die Beurteilung des Werts eines Gegenstandes, wenn er alt oder beschädigt ist. Hier kann der ideelle Wert sehr hoch sein, weil man Erinnerungen mit der Sache verbindet und sie eben etwas „Besonderes“ ist. Wenn ein ideell wertvoller Gegenstand kaputt gegangen ist und zu einem Versicherungsfall wird (zum Beispiel das gute alte Auto, das 10 Jahre auf dem Buckel hat und schon sehr viel miterlebt hat) wird oft nur noch der materielle Wert von der Versicherung gezahlt. Klar ist, dass zwischen dem ideellen und materiellen Wert Welten liegen können.

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Ideelle Werte im Laufe der Zeit

Zwischen ideellen Werten gibt es noch eine weitere Unterteilung. Geschichtlich wurden ideelle Werte zunächst in Verbindung mit den Werten und Normen in den Köpfen der Menschen gebracht. Gemeint sind damit angestrebte Ideale wie Ruhm, Ehre, Schönheit und so weiter. Der Begriff des ideellen Werts ging dann irgendwann auf den (Tausch-)Handel über. Subjektiv besonders wertgeschätzte oder seltenere Dinge wurden natürlich nur gegen besonders wertvolle Gegenstücke getauscht. Spätestens mit der Industrialisierung gewannen dann erst die materiellen Werte an Bedeutung.

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