Was bedeutet R53G auf dem Krankenschein?

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Du kommst vom Arzt und hast einen Krankenschein in der Hand. Auf diesem ist die festgestellte Diagnose mit dem Code R53G festgehalten. Doch was bedeutet dieser Code R53G auf deinem Krankenschein? Frage beim nächsten Arztbesuch nach und lasse Dir die Diagnose vom Arzt erklären. Jeder Mensch hat das Recht detailliert zu wissen, was ihm fehlt. Nur so kann er sich dementsprechend verhalten und damit zu seiner baldigen Genesung beitragen.
Die festgestellte Diagnose wird auf Krankenschein und in Ärztebrief nach der ICD-10 German Modification (GM) verschlüsselt bezeichnet. Dazu sind unsere Ärzte in Deutschland gesetzlich verpflichtet.

Was bedeutet R53G?

R53G - Ermüdung und Unwohlsein
R53G – Ermüdung und Unwohlsein

Der Code bescheinigt amtlich Ermüdung und Unwohlsein. Diese Diagnose gehört zur Rubrik Allgemeinsymptome, die mit den Codes R50 bis R69 bezeichnet werden. Allerdings ist aus ihnen nicht zu erfahren, welche Krankheitsursache dahinter steckt.
R53 benennt eine „Allgemeine Erschöpfung“. Sie kann die Folge einer Vorerkrankung sein oder durch Stress verursacht werden. Das G im Code bescheinigt eine gesicherte Diagnose. Es werden sich demzufolge keine weiteren Untersuchungen anschließen.

Das Krankheitsbild von R53G

Dauert die Erschöpfung allerdings längere Zeit, spricht man von Burn-Out. Dabei folgt der körperlichen Erschöpfung eine psychische Erschöpfung oder anders herum. Burn-Out wird durch dauerhaften Stress erzeugt. Der Patient leidet unter allgemeinem psychischem und physischem Abbau. Er ist ständig müde, fühlt sich schlapp und ausgelaugt.

Psychische Erschöpfung ist nicht medikamentös heilbar. Wichtig ist, dass der Patient den Auslöser erkennt und versucht diesen zu dezimieren. Hilfreich dabei ist, Maßnahmen zu erlernen und mit ihnen den Stress besser zu organisieren.

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Was sagt der internationale ICD-10 Code aus?

Der ICD Code ist die Grundlage aller Kommunikationen auf Krankenschein und Arztbericht. Der Code bezeichnet die diagnostizierte Krankheit. Das ICD ist in der Medizin ein international anerkanntes Diagnoseklassifikationssystem. GM steht dabei für „German Modification“. Jährlich werden derartige Inhalte von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) mit Neuerungen ergänzt, neu verfasst und herausgebracht. Die vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichte ICD-Klassifikation macht in Deutschland die Verschlüsselung für Krankenkassen, stationäre und ambulante Versorgung bindend.

Mit dem internationalen ICD-10 Code halten Ärzte die Krankheitsbestimmung genau fest und verhindern somit eventuelle Missverständnisse zwischen Arzt und Krankenkasse. Ebenso ist es weiterbehandelnden Medizinern möglich, die Diagnose des vorherigen Arztes leichter nachzuvollziehen. Damit wird ihm die Folgebehandlung des Patienten erleichtert.

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