Was sind Subventionen? Eklärung und Bedeutung

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Subventionen sind in der Gesellschaft, vor allem an Stammtischen, immer wieder ein willkommenes Diskussionsthema. Auch in den Medien sind Subventionen immer wieder beliebt, vor allem dann, wenn man den Eindruck hat, dass eine solche Unterstützung zu Unrecht gewährt wurde.

Aber was genau sind Subventionen?

Was sind SubventionenIm Allgemeinen werden als Subventionen Staatsbeihilfen bezeichnet, die Unternehmen zukommen. Tatsächlich ist der Begriff aber nicht genau definiert. Sicher ist nur, dass Sozialtransfers also eine sozial bedingte Unterstützung, nicht in diesen Kontext gehören.

Eine solche Unterstützung wird im Allgemeinen dann gewährt, wenn die Wirtschaft insgesamt in Schieflage gerät. Auch einzelne Branchen oder Unternehmen können derartige Unterstützungen erhalten, wenn es gesamtwirtschaftlich geboten ist oder die Hilfe zum sozialen Frieden im Land beitragen soll.

Gerade das letzte Argument ist aber heftig umstritten, da dies dem marktwirtschaftlichen Gedanken entgegen steht. Sinn einer Marktwirtschaft ist es ja, dass Unternehmen so zu wirtschaften, dass sie ohne staatliche Hilfe auskommen. Ist dies nicht der Fall, muss das Unternehmen vom Markt verschwinden. Dies stellt sicher, dass langfristig nur Betriebe agieren, die ohne staatliche Unterstützung auskommen.

Subventionen in Theorie und Praxis

Soweit die marktwirtschaftliche Theorie, die aber wahrscheinlich kein Staat wirklich umsetzt. Tatsächlich sind die Wirtschaftsordnungen weltweit so aufgebaut, dass es schwierig ist, ohne eine staatliche Unterstützung auszukommen. Eine Wirtschaft, aus der sich der Staat raushält ist auch gar nicht erwünscht. Nicht von den Unternehmen, für die Subventionen eine willkommene Einnahme sind. Nicht von der Politik, die mit dieser Unterstützung auch Machtpolitik betreibt. Nicht von der Bevölkerung, die die Hilfe zwar vordergründig ablehnt, aber gleichzeitig protestiert, wenn diese Hilfe verweigert oder beendet wird. Tatsächlich folgen Subventionen eher politischen Erwägungen als tatsächlichen wirtschaftlichen Erfordernissen.

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Können Subventionen helfen?

Die ökonomische Antwort ist ein eindeutiges „Nein“. Wann immer der Staat eine solche Unterstützung gewährt, führt dies zu wirtschaftlichem Fehlverhalten. Subventionen verhindern, dass sich eine Wirtschaftsordnung erneuert und die schlechten Unternehmen zugunsten der Profitablen weichen.

Ein sehr eindeutiges Beispiel ist die Wirtschaftsordnung der DDR gewesen, die als Planwirtschaft kein Marktverhalten kannte. Durch die Subventionierung zahlreicher Betriebe, die am Leben erhalten wurden, obwohl sie nicht kostendeckend wirtschafteten, brach der Staat letztlich zusammen, mit allen daraus folgenden Konsequenzen. Was für Deutschland historisch damals ein Glücksfall war, ist ökonomisch dennoch eine Mahnung, nicht auf eine subventionierte Wirtschaft zu setzen. Dies gilt auch für die heutige bundesdeutsche Wirtschaft, die ebenfalls zahlreich von Subventionen profitiert, etwa mit Hilfen für Energieunternehmen und der Automobilwirtschaft oder der massiven Unterstützung der Banken.

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